Viele Anbieter von privaten Krankenversicherungen locken mit günstigen Beitragssätzen. Vor allem junge Selbständige und Freelancer fühlen sich von den niedrigen Beiträgen und guten Leistungen angezogen und wechseln von der staatlichen in die private Krankenversicherung.
Ganz einfach ist der Wechsel in den meisten Fällen nicht. Eine umfangreiche ärztliche Untersuchung ist normalerweise notwendig und private Krankenversicherungen tendieren dazu Antragstellende mit Vorerkrankungen abzulehnen.
Verschweigt der zu Versichernde Krankheiten bei der Antragsstellung, kann es durchaus passieren, dass der Versicherungsvertrag gekündigt wird, dies gilt auch noch Jahre nach dem Abschluss. Krankheiten zu verschweigen ist in Bereich der PKW wie das Spielen an einem Spielautomat: man kann einfach nicht gewinnen und sollte im Zweifelsfall lieber bei seiner alten Krankenkasse bleiben, schließlich ist die eigene Gesundheit kein Glücksspiel.
Ein weiterer, häufig vernachlässigter Aspekt sind die steigenden Kosten der privaten Krankenversicherung. Bei den gesetzlichen Krankenkassen sind die Beiträge unabhängig vom Alter der zu versichernden Personen. Im Gegensatz dazu steigen die Beiträge für privat versicherte praktisch linear mit dem Alter und bereits bekannten Gesundheitsrisiken. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie Kinder versichert werden sollen. Auf wenn das Thema Kinder zum Zeitpunkt des Abschluss noch nicht relevant sein mag, so sollte man doch wissen, dass eine Kinder in der privaten Krankenkasse nicht kostenfrei mitversichert werden.
Fazit:
Kinder und älter werden, dies sind zwei Risikofaktoren, die die private Krankenkasse sehr teuer machen können. Man sollte sich genau überlegen, ob man in die private Krankenkasse wechselt, wenn man Kinder plant oder nicht mit steigendem Einkommen im Alter rechnet, denn so kann die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenkasse zum unkalkulierbaren Glücksspiel werden.